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Klassische Musik und Oper von Classissima

Wolfgang Amadeus Mozart

Freitag 22. September 2017


ouverture

15. September

Mozart: Peasant Wedding and Toy Symphony; Koopman (Challenge)

ouverture„Dies ist eine besondere CD. Noch nie zuvor spielte das Amsterdam Baroque Orchestra Musik, in der Drehleier, Psalterium, Dudelsack und Kinderpfeifen erklangen. Diese Aufnahme hat uns sehr viel Spaß bereitet“, berichtet Ton Koopman im Beiheft.  Diese Freude überträgt sich beim Anhören – soviel Musizierlust macht einfach gute Laune. Und so kann man hier fröhlich der Bauernhochzeit lauschen sowie der Cassatio ex G mit der berühmten Kindersinfonie, allesamt von Leopold Mozart. Ergänzt haben die Musiker dieses unterhaltsame Programm noch durch die Sinfonie in Es-Dur KV 16 – die erste Sinfonie von Wolfgang Amadeus Mozart, komponiert 1764 in London -, die Fuge aus dem Gallimathias musicum KV 32, und die bekannten Variationen über das französische Lied Ah, vous dirai-je maman K 265. Letzteres wird vorgetragen von Tini Mathot auf einem Hammerklavier von Andreas Stein aus dem Jahre 1803. Großartig, bravi! 

nmz - neue musikzeitung

17. September

Noten-Tipps 2017/09

Mozart: Streichquartette Band IV [Urtext] Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartette Band IV: Hoffmeister Quartett D-Dur KV 499, Preußische Quartette D-Dur KV 575, B-Dur KV 589, F-Dur KV 590, hrsg. v. Wolf-Dieter Seiffert. Stimmen, Henle HN 1123 (2016), ISMN 979-0-2018-1123-9 Weiterlesen






Crescendo

9. September

Auf einen Kaffee mit Chick Corea

Armando Anthony “Chick” Corea (*1941 in Chelsea, Massachusetts) ist Pianist und Komponist. Er ist einer der Gründerväter des Jazzrock und sprengt immer wieder die Grenzen zwischen Jazz, Klassik und anderen Musikgenres. crescendo: Mister Corea, was würden Sie nach Ihrer unglaublichen Karriere immer noch genauso machen? Chick Corea: Ach, das wäre reine Spekulation! Ich würde tatsächlich niemals versuchen, die Vergangenheit zu wiederholen! Das echte Abenteuer besteht darin, sich immer wieder etwas Neues einfallen zu lassen. Sie scheinen also ein sehr neugieriger Mensch zu sein … Nur dadurch bleibt man am Leben! Ansonsten hören wir auf hinzuschauen und denken viel zu viel nach. Wie gesagt, die echte Herausforderung ist es, immer etwas Neues zu entdecken. Sonst langweilt man sich, und es geht sofort bergab. Von Ihrer Band Circle aus den 70er-Jahren zu Mozart oder auch umgekehrt ist es ein langer Weg. Werden Sie nicht manchmal wahnsinnig vor lauter Kulturkontrasten? Ich blühe durch die Vielfalt der Künste, die Vielfalt in der Interpretation und des Lebens im Allgemeinen erst richtig auf! Ich liebe es zu musizieren und dann zu erleben, wie verschiedene Ansätze sich unterschiedlich auswirken. Die perfekte Kunst gibt es nicht! Für mich ist die Qualität des Effekts auf den Hörer das entscheidende Kriterium. Ich möchte, dass die Zuhörer etwas Positives und hoffentlich Erhebendes mit nach Hause nehmen. Viele Musiker lieben Konzerte und hassen das Reisen … Reisen ist großartig! Leute treffen ; schauen, wie es anderswo auf der Welt zugeht; schauen, was ich selbst für mich mitnehmen kann. Flughäfen und Fluggesellschaften sind allerdings nicht so mein Ding. Aber ich glaube, die mag ja keiner. Was kriegen Sie von den Städten, in denen Sie spielen, denn so mit? Nur die Konzertsäle? Meistens kriege ich weniger mit, als ich gerne würde. Aber manchmal ist noch Zeit für einen Spaziergang, und manchmal habe ich zwischen den Auftritten auch ein oder zwei Tage frei. Kann man als einer der bekanntesten Jazzmusiker der Welt noch in den Supermarkt gehen, ohne von einer Horde Fans verfolgt zu werden? Ich sehe keinen Grund dafür, inkognito zu bleiben. Manchmal erkennen mich die Leute, aber sie nehmen mich immer gut auf. Und mir macht’s Spaß, die Leute zu treffen, die meine Musik mögen. Heute hab ich einen Typen getroffen, der zu mir meinte: „Weißt du, dass du aussiehst wie Carlos Santana?“ Tatsächlich ist mir das schon ein paar Mal passiert … Vielreisende Musiker werden oft zu Zigarren-, Whiskey- oder Weinspezialisten – manchmal schon aus purer Langeweile. Oder sie entwickeln absurde Sammelleidenschaften. Was ist Ihr kleines, geheimes Laster? Ich habe mein Leben lang geraucht, damit aber vor zehn Jahren aufgehört. Seit einigen Jahren bin ich Vegetarier. Deshalb führt mich ein guter Teller Pasta mit Käse, feinem Öl und gut gewürzter Soße echt in Versuchung. Meine Eltern waren beide Italiener der ersten Generation in Amerika. Deshalb bin ich mit der Liebe zur italienischen Küche groß geworden. Meine Mutter Anna war in dieser Hinsicht die Allergrößte! Aber auch heute Abend habe ich wundervolle Spaghetti arrabiata hier im italienischen Ferrara gegessen. Sie haben viel Inspiration aus den Büchern von L. Ron Hubbard* gezogen. Was würden Sie ihn fragen, wenn Sie ihn persönlich träfen? Ich hatte tatsächlich jahrelang einen angeregten Briefwechsel mit LRH. Seine Antworten waren immer warmherzig und für mich unglaublich praktisch und hilfreich. Heute würde ich ihn wahrscheinlich fragen, wie man mehr Menschlichkeit in die Welt bringen könnte. Ich schätze, seine Antwort wäre irgendeine neue und spontane Version seines Buches „Der Weg zum Glücklichsein“. Ich bin Fan von Fantasy und Science-Fiction. Und Sie? ­Lieblingsbuch? Tatsächlich gehören Science-Fiction und Fantasy auch zu meinen Lieblingsgenres und L. Ron Hubbard ist da mein Lieblingsautor. Ich habe sogar zwei Platten aufgenommen, die auf Tondichtungen nach seinen Erzählungen Zu den Sternen und Das letzte Abenteuer basieren. Ich bin aber auch ein Riesenfan von Robert Heinlein. Haben Sie schon mal daran gedacht, mit der Musik aufzuhören und etwas ganz anderes zu machen? Malen, fotografieren, kochen? Haha, aufzuhören, etwas zu schöpfen, ist der Tod! Es würde mir gefallen, jede der drei Künste, die Sie genannt haben, eine Lebenszeit lang auszuüben! Apropos kochen: Was war das beste Essen, das Sie je gegessen haben? Oh, es gab einfach viel zu viele „beste Essen“… zum Beispiel die Spaghetti arrabiata von heute Abend! Wenn eine nächste Voyager-Sonde mit dem kulturellen Erbe der Menschheit ins All geschickt würde, welches Ihrer Stücke empfehlen Sie dafür? Aus dem Stand würde ich sagen Sometime Ago/La Fiesta von dem ersten „Return To Forever“-Album bei ECM Records. Vor vielen Jahren haben Sie zusammen mit Friedrich Gulda gespielt. Was ist Ihnen davon in Erinnerung geblieben? Friedrich war ein großartiger Musiker, fantastischer Pianist und wichtiger Mentor für mich, der dann auch zu einem guten Freund wurde. Ihm verdanke ich meine ersten Erfahrungen mit Mozart: Ich durfte mit dem großen Dirigenten Nikolaus Harnoncourt und dem Concertgebouw Orchester spielen. Er war ein wilder Kerl – und sehr witzig! *Anmerkung der Redaktion: Der 1986 verstorbene US-amerikanische Science-Fiction- und Selbsthilfe-Autor L. Ron Hubbard ist Gründer der Sekte „Scientology“. Sowohl der Religionscharakter als auch die Methoden der Organisation sind äußerst umstritten. In Deutschland wird Scientology seit 1997 durch den Verfassungsschutz beobachtet. Chick Corea ist seit vielen Jahren bekennender Anhänger der Bewegung. Ralf Dombrowski

Crescendo

7. September

Propaganda, Willkür und das “Schwarzwaldmädel”

Der verliebte Wauwau, Liebe in der Lerchengasse oder Lauf ins Glück. Was nach seichtem Vorabendprogramm klingt, füllte dem Nürnberger Stadttheater einst die Kassen. Heute findet man diese Operetten auf keinem Spielplan mehr. Als Neukompositionen aus der Zeit des Nationalsozialismus, die regelmäßig und mit Erfolg aufgeführt wurden, verlieren sie ihre Harmlosigkeit und scheinen ideologisch belastet. Was auf den deutschen Bühnen in den 1930er- und 40er-Jahren gespielt wurde, war eben nicht nur Wagner. Am Nürnberger Stadttheater zum Beispiel war es eben vor allem die Operette, die die Bürger regelmäßig ins Theater zog und eine andere Funktion als die Oper erfüllte: das Bedürfnis nach Amüsement zu stillen und dadurch die Säle zu füllen. Eigentlich waren die Spielregeln genau abgesteckt: Die Spielplanpolitik folgte – wie auch Personalpolitik und Bühnenästhetik – in den 1930er- und 40er-Jahren den ideologischen Anschauungen der Nationalsozialisten. In den „Richtlinien für eine lebendige deutsche Spielplangestaltung“, die das dramaturgische Büro des Kampfbundes für Deutsche Kultur 1933 aufstellte, wurde gefordert, dass die dargebotenen Werke „in ihrer geistigen Haltung, in ihren Menschen und deren Schicksalen deutschem Empfinden, deutschen Anschauungen, deutschem Wollen und Sehnen, deutschem Lebensernst und deutschem Humor entsprechen“. Was das bedeuten sollte, wurde erst konkreter, als die Spielpläne in der Spielzeit 1934/35 erstmals überwacht wurden. Die Theaterabteilung des Propagandaministeriums mit dem Reichsdramaturgen Rainer Schlösser an der Spitze hatte nun ein Auge darauf, was auf den deutschen Bühnen gezeigt wurde. Für die „deutsche“ Spielplangestaltung bedeutete das, wie Schlösser festlegte: Werke jüdischer Musiker und Librettisten waren von den Bühnen zu verbannen und maximal 20 Prozent eines Spielplans durften aus Werken ausländischer Komponisten bestehen. Zur Orientierung verschickte er auch einen beispielhaften Spielplan an alle Opernhäuser, der ausschließlich Werke deutscher und österreichischer Komponisten vorsah. So die Marschrichtung. Jedoch war die Vorgehensweise nur vordergründig systematisch und konsequent. Einige Einzelfälle und Ausnahmeregelungen lassen dieses Bild brüchig werden. Insbesondere in den Operettenspielplan ließ sich nicht ohne Weiteres eingreifen. Schlösser musste zugeben, dass die beliebtesten Operetten von jüdischen Komponisten oder Librettisten stammten. Sie kurzerhand aus dem Spielplan zu nehmen, hätte die Umsätze der Theater ruiniert. Man verdrehte also Tatsachen und nahm es hie und da nicht so genau. Obwohl zum Beispiel Johann Strauss (Sohn) gemäß Rassengesetzen Vierteljude war, wurde er durch Urkundenfälschung im Handumdrehen zum Arier und weiterhin auf die Spielpläne gesetzt. Gefiel einem NSDAP-Funktionär ein Stück, das ausgerechnet ein „jüdisches“ Werk war, ging nicht selten die individuelle Vorliebe vor. Léon Jessels Schwarzwaldmädel war solch ein Fall. 6.000 Mal war die Operette zwischen 1917 und 1933 auf den deutschen Bühnen zu sehen gewesen, und 1935 sollte auf einmal Schluss damit sein, weil Jessel Jude war – nicht so in Nürnberg. Adolf Hitler und Julius Streicher, Herausgeber der antisemitischen Hetzschrift „Der Stürmer“, mochten das Stück so sehr, dass eine Sondergenehmigung für Nürnberg eingeholt wurde. Streicher wünsche, dass „im Interesse einer interessanten Spielplangestaltung in der Operette die Arierfrage nicht nachgeprüft werden solle, da sonst ein das Publikum interessierender Spielplan nicht recht möglich sei“, so hieß es in einem Begründungsschreiben an die Reichsdramaturgie. Aber wenn einer darf, wollen die anderen auch … Doch die Anfragen anderer Theater, das Werk aufführen zu dürfen, wurden abgewehrt. Nürnberg verfügte über das alleinige Aufführungsrecht, bis das Stück auch dort 1937 gänzlich von den Spielplänen verschwand. Ein weiteres Kriterium waren die Handlung und die Musik­ästhetik. Beispielsweise waren prominente oder historische Persönlichkeiten auf der Theaterbühne nicht erwünscht. Franz Lehárs Operette Friederike wurde in Nürnberg verboten, da – so Hitlers eigene Begründung – Goethe darin auftrat. Die entstehenden Lücken auf den Spielplänen wurden mit Überarbeitungen von bestehenden Stücken oder Neukompositionen gefüllt, was dem Genre einen neuen Anstrich verpasste. Weniger erotisch, weniger verjazzt, weniger aufrührerisch, dafür volkstümlicher und anständiger sollten sie sein. Die Operettensparte in Nürnberg war in der Anzahl der Aufführungen mit der Oper gleich auf. Die Opernsparte bot allerdings mehr Vielfalt. Schließlich war dem Theater der Auftrag gegeben, das Publikum mit einer großen Bandbreite an deutscher Kunst vertraut zu machen. Das Pensum scheint aus heutiger Sicht unvorstellbar: In der Saison 1933/34 standen 20 Operetten mit insgesamt 166 Aufführungen und 32 Opern mit 172 Aufführungen auf dem Spielplan. Zum Teil wurden am Tag zwei Stücke gegeben. Obwohl diese Zahlen selbst zu Beginn des Krieges noch annähernd aufrechterhalten werden konnten, machten sich die Auswirkungen zunehmend bemerkbar. 1943/44 konnte man nur noch acht Operetten – dennoch bei insgesamt 152 Aufführungen – und 25 Opern (178 Aufführungen) zeigen. Schließlich flossen noch mehr Gelder in die Rüstungsindustrie. Die Umgestaltung der Opernspielpläne verlief reibungsloser – auch weil diejenigen Intendanten, die nach 1933 ihre Posten nicht aufgrund „politischer Unzuverlässigkeit“ verloren hatten, häufig den Ansprüchen der neuen Machthaber gerecht wurden. So auch beim Intendanten Johannes Maurach, der von 1922 bis 1939 das Nürnberger Haus leitete. Eine Spielplanstatistik dieser Jahre zeigt, wie die Musiktheaterwerke hierin in nationale Schubladen gesteckt wurden: „deutsche Oper“, „italienische Oper“, „andere ausländische Opern“ und – ganz ohne nationale Unterscheidung – „Operetten“. Zu den deutschen Opern rechnete man nicht nur Wagner, Weber, Lortzing und Flotow, sondern auch ins Deutsche übersetzte Werke von Mozart oder Rossini. Als „ausländisch“ galt alles andere. Hier war Bizets Carmen die meistgespielte Oper. Werke sowjetischer Komponisten wurden gestrichen. Maurachs Spielpläne waren eher wenig wagemutig. In der Saison 1935/36 spielte man zum Beispiel 15 „deutsche Opern“, darunter drei Werke von Wagner, rein zahlenmäßig angeführt von den Meistersingern von Nürnberg, sechs „italienische Opern“, davon drei Verdi-Opern und zwei „ausländische Opern“, nämlich Bizets Carmen und Gounods Margarethe, eher bekannt als Faust. Uraufführungen waren in der Opernsparte in Nürnberg rar gesät, wobei diese dann auch mehr Aufmerksamkeit erlangten als Operettenuraufführungen. Blickt man einmal auf die großen Opernhäuser des Landes, so ergibt sich ein ähnliches Bild: An der Bayerischen Staatsoper waren beispielsweise Wagner, Verdi, Puccini, Strauss und Mozart nach wie vor 1933 die meistgespielten Komponisten. Einen konsequenten Bruch gab es 1933 also nicht. Einen „nazifizierten“ Spielplan gab es in dem Sinne nicht, da man zum Teil nicht eben mit Vorherigem brach, stattdessen aber immer wieder mit den eigenen ideologischen Zielen. Jasmin Goll

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